Hygieneartikel ohne Parfum
Ungefähr 20 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind irgendwann im Leben von einer Kontaktallergie betroffen. Duftstoffe zählen zu den häufigsten Auslösern und diese sind leider auch in vielen Hygieneartikeln vorhanden. Mit dem neuen Reglement von Service Allergie Suisse können nun Hygieneartikel, die mit Haut und Schleimhaut in Kontakt kommen, wie z.B. Babywindeln oder Hygienebinden und -einlagen geprüft und mit dem Allergie-Gütesiegel zertifiziert werden.
Was wird geprüft
Hygieneartikel, die mit dem Allergie-Gütesiegel zertifiziert sind, dürfen keine der 26 allergieauslösenden Verbindungen, keine Azofarbstoffe und Dispersionsfarbstoffe, kein Formaldehyd enthalten, ebenso wenig wie die Kontaktallergene Nickel und Chrom.
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Es gibt unzählige Stoffe, die als Kontaktallergene ein Ekzem verursachen können. Meistens handelt es sich um kleinmolekulare, chemische Substanzen, aber auch natürliche Stoffe z.B. in Pflanzen können Ekzeme verursachen. Zu den häufigsten Auslösern gehören: Konservierungsmittel, Duftstoffe, Farbstoffe, Desinfektionsmittel und Pflanzen (aha! Allergiezentrum Schweiz, 2016).
Bei einer Kontaktallergie treten die Ekzeme als Erstes dort auf, wo die Haut mit der verursachenden Substanz in Kontakt kommt. Um weitere Ekzeme zu verhindern, ist deshalb das Vermeiden des Auslösers die wichtigste Strategie für die Behandlung.
Hygieneartikel mit den zertifizierten Auslobungen, «enthält keine der 26 allergieauslösenden Verbindungen», «ohne Duftstoffe» oder «ohne Farbstoffe» bieten Personen mit Kontaktekzemen auf diese Auslöser eine hohe Sicherheit. Zudem fällt die Wahl eines geeigneten Produktes einfacher, wenn eine ganze Kategorie von möglichen Auslösern nicht enthalten ist.
Hier können Sie die Kriterien für die Zertifizierung von Hygieneartikel herunterladen.
